Die Perry Rhodan Online Community (PROC) ist eine Fanvereinigung der Perry Rhodan FanZentrale (PRFZ) zur Science-Fiction Serie PERRY RHODAN.

Fünfzehn Fragen an Uwe Anton zu seinem Band 3068

Uwe Anton verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob die Serie Guckys Tod überstehen würde und wie lange uns die Tomopaten noch begleiten.

Zitat: »Monkey nahm diesen Kampf persönlich.«
Erst schildert ihr den Oxtorner einige Hefte lang als Eisklotz, und jetzt nimmt er eine Niederlage sogar persönlich?

Ich kenne jede Menge Eisklötze, die es persönlich nehmen, wenn man ihnen Feuer unter dem Hintern macht. PERRY RHODAN ist eine Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben, und das hält stets ungeahnte Überraschungen bereit.
Oder willst du behaupten, dass ich Monkey nicht serienkonform beschrieben habe?

(Anm: Auf Suggestivfragen antworte ich erst nach Konsultation meines
Antwalts.)

Die USO weiß, dass Saessbekker Thosen Musay besetzt hat. Ich frage mich, woher die das wissen. Thosen ist gestorben, und Saessbekker ist aus ihm gewichen. Wer hätte das wissen können?

Die USO ist berühmt für ihre Quellen, die Kenntnis von allem Möglichen und Unmöglichen haben.
Oder willst du behaupten, dass ich beim Schreiben gepennt habe?

(Anm: siehe oben)

Die Tomopaten werden als eine Art Psychopathen geschildert. Warum töten sie Monkey nicht, als er in Paralyse vor ihnen liegt?

Psychopathen haben ein »Seelenleiden«,  was man auch als schwere Form der dissozialen Persönlichkeitsstörung bezeichnen könnte. Würde man verstehen, wie sie denken, könnte man sie vielleicht heilen.   Aber beides kann man auch in einer Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben leider nicht. Die Wege des Psychopathen sind unergründlich.
Vielleicht haben sie Monkey sozusagen auch nur als »Probelauf«
gesehen. Womöglich wollen sie einen ganz anderen metzeln…

Saessbekker manipuliert das Bioplasma des Bordrechners, und es kommt zu Störungen der Flugbahn. Ohne die Flugbahnänderung wäre die Manipulation nie aufgefallen und hätte Monkey nicht auf den Plan bringen können. Warum hat Saessbekker das gemacht?

Vielleicht ist er ein Exo-Psychopath?  Oder einfach nur doof?
Oder willst du behaupten, dass ich beim Umsetzen des Exposés nicht mitgedacht habe?

Zitat: »Andererseits bewies es ihm, mit welchen großartigen Spezialisten er zusammenarbeiten konnte.« Könnte man das auch als Ode an deine Testleser auslegen?

Ich lasse nichts, aber auch gar nichts auf meine Testleser kommen, auch wenn sie quälende Fragen stellen. Nein, die Erstleser sind schon voll in Ordnung. 1-A! Spitze! Daumen hoch!
(Wann schickst du mir endlich die teure Flasche Wein rüber, die du mir für diese Antwort versprochen hast?)

Die Paranoia greift wegen Saessbekker um sich. Ist das eine Anspielung an Corona?

Nein. Wir haben gewisse Vorlaufzeiten, und die Auswirkungen der Corona-Epidemie waren noch nicht voll ersichtlich, als ich diesen Roman schrieb. Auf der Autorenkonferenz am 7. März dieses Jahres saßen wir Autoren zum Beispiel ganz normal um einen großen Tisch und haben ohne Masken und Visiere konferiert, gespeist und an Mineralwasser genippt. Heutzutage unvorstellbar, aber so war es in der guten alten Zeit.
In Band 3075, der auch aus meiner Feder stammt, ist das aber anders. Darin gibt es »gelbrote Streifen, die im Abstand von etwa zwei Metern (auf dem Boden) angebracht und mit Warnaufschriften versehen« waren. Auf diese Idee hat mich der Comichändler meines Vertrauens gebracht, der hat diese Dinger in seinem Laden. Die Frage musst du mir also in ein paar Wochen nicht mehr stellen.

Den hyperphysikalischen Exkurs könnte man auch Seitenschinderei nennen …

Ein First Reader hat mir dazu geraten. Er war der Meinung, man müsse den Roman auf gesunde naturwissenschaftliche Füße stellen. Mit einer Flasche Wein kommst du jetzt nicht mehr davon, Roman!

Zitat: »Ich hielt Murphy immer für einen Optimisten.« Wie stehst du zu Murphys Law?

Murphy hat leider mit fast allem Recht, was er in Gesetze fasst. Vor allem beim Schreiben eines Rhodan-Romans geht immer alles schief, was schief gehen kann. Das obige Zitat ist übrigens Oppenheimers Kommentar zu dem Gesetz: „Murphy ist ein Optimist.“

Die Thesan redet mit Saessbekker. Müsste er die Thesan nicht erkennen? Immerhin haben die Phersunen das Galaxiengeviert aufgemischt …

Vielleicht war Saessbekker beim Aufmischen nicht dabei. Vielleicht hat er als kleiner Buchhalter Erbsen gezählt oder war da noch gar nicht geboren. Vielleicht hat er keine Thesan zu Gesicht bekommen, so viele von denen laufen ja auch nicht durch Kriegsgebiete. Oder willst du behaupten, dass ich beim Schreiben nicht mitgedacht habe?

Wurde die Heptagnonie nur für den Tod Saessbekkers eingeführt?

Nein.

Werden wir in dem Zyklus wieder von ihr lesen?

Wer weiß? Aber ich befürchte, in diesem Zyklus wohl nicht mehr.

Dienten MMTs Vorbände über die Klone nur dazu, eine Begründung für die Existenz Jasmyne da Arigas zu haben?

Michael hat wichtige Romane mit wichtigen Hintergründen geschrieben, die noch eine wichtige Rolle spielen werden. Die Hintergründe, meine ich. Klone und so. Die Romane aber auch. Alles sehr wichtig.

Die Tomopaten sind ein unberechenbarer Faktor im Zyklus. Die Cairaner agieren weitgehend im Hintergrund. Nachdem ihr den Tomopaten so viel Raum gebt, gehe ich davon aus, dass sie uns bis Zyklusende begleiten. Spielen sie ihr eigenes Spiel?

Ich kann dir versichern, dass diese beiden Tomopaten uns nicht bis zum Zyklusende begleiten werden. Falls sie was spielen, dann das Lied vom Tod. PERRY RHODAN ist ja eine Science-Fiction-Serie nach dem wahren Leben, und zum Leben gehört nun mal der Tod.

Zu diesem Stichwort: In der Vorschau der Romantitel springt 3072 »Der Ilt muss sterben!« ins Auge. Im Galaktischen Forum wird das auch heftig diskutiert. Ist Gucky, immerhin durch Copyright geschützt, sakrosant?

Natürlich. Genau wie Perry Rhodan und Atlan. Das ist unser sakrosantes Triumvirat. Aber alle Schriftsteller lügen. Ein anderer berühmter Angehöriger eines Triumvirats soll mal gesagt haben: »Auch du, Brutus?«  Und Rudi Carell hat mal gesungen: »Lass dich überraschen …«
Ach, Italien und Holland! Pasta und Frikandel! Lecker. Nicht als ein Gang, aber mit einem guten Wein dazu …

Und wie viele Leser könnte die Serie aufgrund von Guckys wirklichem Tod verschmerzen, bevor sie eingestellt wird?

Deine Fangfragen werden immer plumper, Roman. Ich erwarte dann in Bälde die Kiste mit dem sündhaft teuren Wein. Schönen Tag noch!

Uwe, danke für deine Zeit.

Hier geht’s zum ebook, zur Lese- und Hörprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Die_Seele_des_Schulterreiters

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12145

DORGON 110 – »Protector Dorgonis« ist online

Das sonnige Wetter lädt ein zum gemütlichen Ausflug und Lesen. Wer nach Erstauflage, NEO und Miniserie noch nicht genug vom Perryversum hat, dem präsentieren wir den Band 110 »Protector Dorgonis« der Fan-Fiktion-Serie DORGON, geschrieben von Jürgen Freier.

Cover zu DORGON 110 - Protector Dorgonis © Raimund Peter

Es herrscht ein intergalaktischer Krieg im Jahre 1307 NGZ. Erstmals ist es den vereinten Kräften der LFT, Saggittonen, Entropen und Galaktiker gelungen, dem bisher schier übermächtigen Quarterium empfindliche Niederlagen beizubringen.

Im August 1307 NGZ starb Quarteriumsfürst Torsor, im September erlitt der Machtblock eine Niederlage in Andromeda und im Oktober bis November 1307 NGZ besiegte Perry Rhodan mit tatkräftiger Unterstützung der Kosmokratenflotte unter dem Kommando des Alyskers Eorthor das Quarterium in der Lokalen Gruppe.

Nun befindet sich die LFT auf dem Vormarsch, und eine Invasion Cartwheels ist nicht mehr unmöglich.

Fernab von diesen Geschehnissen nähert sich das kosmische Rätsel des Resif Sideras der estartischen Galaxie Siom Som. Seit Monaten bereits sind Roi Danton und seine Begleiter auf diesem Riff gestrandet. Die Situation der Riffaner hat sich geändert, als ihr Herr und Gott wiedererweckt wurde. Nistant kehrt zum Riff zurück.

Doch auf dem Riff hat sich vieles verändert. Medvecâ, der Fürst der Finsternis, hat die Macht ergriffen und beginnt, seine undurchsichtigen Pläne zu verwirklichen. Zusammen mit seinen neuen Gefährtinnen Katharina und Natalia jagt er den ehemaligen König der Freihändler. Doch dieser gelangt mit Hilfe Nistants in die Außenbezirke Siom Soms. Dort scheinen sich mit der Ankunft des Dorgonen Volcus die Verhältnisse erneut zu verändern, denn Volcus bezeichnet sich als PROTECTOR DORGONIS …

Mehr zum Roman …

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Fünfzehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3067

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer, ob Band 3067 unter den Begriff »Lückenfüller« einzuordnen ist und warum er nun auch auf Instagram ist.

Michael, 3067 hat Überlänge. Wieso hast du nicht gekürzt?

Oh, ich habe gekürzt, und zwar kräftig. Irgendwas zwischen zwölf und 15 Prozent des Rohtextes. Was jetzt noch drin steht, habe ich als wichtig erachtet.

Wäre ja eigentlich dein Job, so zu liefern, dass alle Beilagen auch ins Heft passen …

Haben Beilagen gefehlt?
Sorry, das hab ich gar nicht mitbekommen. (Ich hab die Belegexemplare noch nicht erhalten.)

Du kennst die Völker der Milchstraße. Wieso haben sich die Cairaner nur auf die Blues und Terraner bei ihren Planspielen konzentriert?

Wir durchschauen die Motivation der Cairaner (noch) nicht zur Gänze. Es mag ja z.B. sein, dass sie Blues und Terraner vor x hundert Jahren als jene Völker erachteten, die ihnen am ehesten gefährlich werden konnten. Vielleicht gibt es in anderen Teilen der Villanova-Galaxie Planeten, auf denen Versuche mit Arkoniden und Aarus stattfinden?

Zitat: »Nichts war so aussagekräftig wie der Tratsch in der Zentrale, solange der Schiffskommandant nicht anwesend war.«
Erzähl uns doch drei Highlights vom Tratsch auf der letzten Autorenkonferenz in Abwesenheit von KNF.

Geht leider nicht, weil Klaus IMMER anwesend war. Er kennt seine Pappenheimer und weiß, was für Unsinn geplappert wird, sollte er mal zufällig nicht in der Nähe sein.

Der Roman gibt keine Antwort auf die Frage, wie die Cairaner zu den Genproben von Alaska, Riordan und Corello gekommen sind. Die letzten zwei sind vor Jahrtausenden verstorben, die Gensequenzen von ihnen auf Terra werden wohl gut bewacht sein. Wieso ist das offen geblieben?

Ich habe als Lösungsansatz für diese Frage angeboten, dass irgendwo Genproben eingelagert wurden. Ich glaube nicht, dass man sie ausreichend gut bewachen könnte. Überleg mal, wie geschickt sich die Cairaner über lange Zeit hinweg versteckt haben. Es wäre ihnen sicherlich möglich gewesen, das Genmaterial zu stehlen.

Abgesehen davon find ich es gut, da und dort Lücken in der Erzählung zu lassen. Das führt doch beim Leser zu weiteren Spekulationen: Waren die Cairaner etwa NOCH früher in der Milchstraße? Beherrschen sie Zeitreisen? Arbeiten sie mit jemandem zusammen, den wir noch nicht kennen und der Zugriff auf altes Genmaterial hatte? Gibt es Verräter auf Rudyn?

Und wird das im Zyklusverlauf noch thematisiert?

Ich sage mal ganz allgemein: Diese beiden Romane sind alles, nur keine Lückenfüller.

Wie stehst du eigentlich zum Thema Klonen? Sollte das erlaubt sein?

Da könnte ich jetzt die Vorteile und die Risiken der Klontechnologie einander gegenüberstellen. Prinzipiell machen mir die Konsequenzen Angst, die sich aus unserem stetig wachsenden Wissen zu diesem Thema ergeben. Aber: Klonen ist etwas, das die Natur vorgesehen hat und das es in Tier- sowie Pflanzenwelt gibt. Jungfernzeugung gibt es z.B. (ich zitiere aus einem Buch, das ich mir grad zu Gemüte führe) bei Fadenwürmern, Muschelkrebsen, Wasserflöhen, Asseln, Blattläusen, Bienen, Stabheuschrecken, Schlupfwespen, Schmetterlingen, Salamandern, Kärpflingsfischen etc.
Der Autor dieses Buchs kommt übrigens auch zu dem Schluss, dass Männer Luxusgeschöpfe sind, die eigentlich nicht gebraucht werden.

Annba hat im Zyklus nur ein einziges Mal aktiv eine Rolle gespielt. Wieso wurde eine Figur eingeführt, die nur da war und die dann in weiter Ferne entsorgt wird?

Wer sagt denn, dass seine Geschichte auserzählt ist?

Zitat: »Wenn es nach mir ginge, würde ich das Qualitätskontrollzentrum zerstören. Aber diese Entscheidung darf niemals von einer Person allein getroffen werden.«
Im Dyoversum entscheidet Perry Rhodan viel allein, auch über die Köpfe der politischen Entscheidungsträger hinweg, die es dann nur noch abnicken. Wie stehst du zu so einem totalitären Verhalten?

Das ist ein Thema, das wir seit Band 1 der Serie haben. Wie kann Perry mehr oder weniger alleine darüber entscheiden, dass er die ungemein gefährliche Technologie der Arkoniden für seine Zwecke übernimmt? Wer sagt, dass seine Vorgehensweise die richtige ist?
Meine – etwas profane – Antwort ist: Weil er der Held ist. Weil wir als Leser darauf vertrauen, dass er mit den Mitteln, die er zur Verfügung gestellt bekommt und die er sich erarbeitet, das Richtige tut.

Uschi Zietsch und Christian Montillon haben den Dyoversums-Vierteiler geschrieben und mindestens ein weiterer wird folgen. Wie schade findest du, dass nur zwei Autoren diese Ebene unter sich aufteilen?

Gar nicht. Das kann für Kontinuität und Homogenität auf dieser Handlungsebene nur gut sein.

 Im Galaktischen Forum meinte ausgerechnet der User mit Nickname »Ronal Tekener«:
»Ich fand die Story der letzten beiden Romane total überflüssig, typische Lückenfüller.«
Wie gehst du mit so einer Kritik um?

Das ist eine Meinung, mit der ich leben muss. Es steht ihm natürlich zu, so zu urteilen.

Und was würdest du von Angesicht zu Angesicht entgegnen?

Genau dieses.
Ich ärgere mich natürlich, wenn ich negative Kritik erhalte. Ich bin auch nicht immun dagegen, ich bin ab und zu ziemlich gekränkt. Aber deswegen wollte ich niemandem seine Meinung verbieten. Niemals.

Ein anderer, Askosan, meint hingegen:
»Auch der Folgeroman von MMT ist durchaus unterhaltsam. Tolot & Co. agieren sehr souverän.«
Wie gehst du mit Lob um?

Ich habe – so bilde ich mir ein – gelernt, Lob richtig einzuschätzen. Ein Lob ist eine Momentaufnahme, etwas Flüchtiges. Etwas, über das ich mich natürlich freue. Aber was für mich als Autor wichtig ist, ist der Blick nach vorne. Auf den nächsten Text, den ich schreibe. Der soll halt auch so gut werden, dass ich wieder mehr Lob als negative Kritik bekomme. Diese Jagd nach bestmöglicher Leistung ist das Um und Auf in meinem Beruf.
Letztlich baue ich als PERRY-Autor über die Dauer meiner Karriere hinweg ein Gesamtwerk auf. Irgendwann einmal, wenn ich zurückschaue, möcht ich sagen können: »Das war ja gar ned so schlecht, was Du da in den x Jahren Deiner Zeit als Autor gemacht hast.«
Dieses Gesamtzeugnis möglichst positiv zu gestalten – das treibt mich an.

Du bist jetzt auch auf instagram.
Was war der Auslöser und welche Fotos dürfen wir von dir dort erwarten?
 
Mein großes Geheimprojekt war der eigentliche Auslöser. Über dieses Projekt kann ich vermutlich Mitte Juli dieses Jahres mehr verraten. Es ist sehr bildintensiv, und da ist Instagram nun mal die geeignetste Plattform.
 
Derzeit experimentiere ich noch ein wenig mit den Motiven. Was kommt gut an, wie kann ich die Nutzer dieser Plattform für mich interessieren?
Momentan sieht’s so aus, dass ich mehrere Bilder zu einem Thema zusammenfasse und damit, über mehrere Tage verteilt, eine Art „Geschichte“ erzähle.
Dieser Tage beschäftige ich mich zum Beispiel mit Illustratoren und Zeichnern, mit denen ich im Laufe meiner Autorenkarriere zusammengearbeitet habe. Mag sein, dass ich nächste Woche über die Feilen an Manuskripten erzähle und meine Arbeitsschritte darstelle. Oder dass ich NachwuchsautorInnen vorstelle. Oder dass Motive vom Bergwandern herzeige und schreibe, was mich daran so fasziniert …
Ich will mich momentan noch nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen lassen.

Ich bin ja für Fotos von den Expos und Vorabfotos von den Manuskripten. Erfüllst du mir diesen Wunsch (Immerhin hab ich in Bälde Geburtstag)?
 
Kann ich Dir gerne schicken, kein Problem. Bitte denk aber daran, dass ich dann dazu verpflichtet bin, Dich zu meucheln. Gerne auch an Deinem Geburtstag.
 
Michi, danke für deine Zeit.
 

Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
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Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3068

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12132

Im Gespräch mit Bernd Perplies über »Der violette Tod«, PRMS2, Band 5

Bernd Perplies
PERRY RHODAN
MISSION SOL 2, Band 5
Der violette Tod

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 15. Mai 2020, 64 Seiten, € 2,50, Titelbild: Arndt Drechsler

 

Alexandra Trinley: Bernd, das ist dein dritter Roman innerhalb der beiden PERRY RHODAN-Miniserien MISSION SOL, und wieder spielen Mahlia Meyun und ihre Kinder Hauptrollen. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, war das bereits in deinen beiden früheren Bänden der Fall?
Bernd Perplies: Das stimmt. In Band 2, »Die Althanos-Verschwörung«, hat sich Mahlia Meyun, die von Kai Hirdt im ersten Band als wichtige Hauptfigur der Serie etabliert wurde, selbstständig gemacht, um ihren Sohn Temm aus der Hand der Bescheidenen Diener Senns zu befreien. In Band 8, »Krise auf Evolux«, kehrt Mahlia dann nach einigen Abenteuern an der Seite von Perry Rhodan in ihr Tal auf Evolux zurück und versucht, an ihr altes Leben anzuknüpfen – ein Unterfangen, das scheitert. Im Gespräch mit Bernd Perplies über »Der violette Tod«, PRMS2, Band 5 weiterlesen

Zehn Fragen an Michael Marcus Thurner zu seinem Band 3066

Michael Marcus Thurner verrät im Interview mit Roman Schleifer seine Gedanken zum Thema Rauschmittel bei PERRY RHODAN und ruft den No-Prize ins Leben.

Michael, bei RHODAN schlüpft man als Autor immer wieder in andere Lebewesen, die nicht unbedingt menschenähnlich sind. Diesmal durftest du eine Art »Hahn« beschreiben. Wie denkt man sich in einen Hahn hinein?

Das hört sich schwerer an, als es in Wirklichkeit ist. Steckt denn nicht in jedem von uns ein kleiner Hahn?
Aber im »Ernst«: Aliens, die wir beschreiben, sind stets menschenähnlich. Sonst könnten wir sie ja nicht aus ihrem Innenleben heraus schildern. Die Exotik entsteht durch eine leicht abgeänderte Begriffswelt. Für mehr ist bei PERRY nicht Platz.

Wir erfahren von Onker Dou, dass auf der RAS TSCHUBAI im Freizeitbereich Ogygia Rauschmittel illegal konsumiert werden. Wie kann das auf einem Raumschiff, noch dazu in einem öffentlich vom Bordrechner überwachten Bereich vorkommen?

Ich habe dieses Thema bereits mehrmals in PERRY-Romanen anklingen lassen. Ist es vorstellbar, dass in so einem Riesenkörper keine Drogen konsumiert werden? Werden Einsatzkräfte mit Hilfe von Drogen stimuliert? Was für Aufputschpräparate werden ihnen vom SERUN verabreicht, wenn es drauf ankommt? Wird etwa kein Alkohol mehr getrunken? – Ich glaube das alles nicht, und ich will es in den Romanen auch nicht weglassen. Ein bißl Realität darf schon sein. Und würde ich nun ANANSI zur allgegenwärtigen Verpetzermaschine machen – es wäre ein grässliches Leben an Bord eines derartigen Schiffs. Ich gehe davon aus, dass die Semitronik ab und zu die Augen zudrückt, grad im Freizeitbereich von Ogygia.

Meines Wissen ist das die erste Innensicht von Icho Tolot während einer Drangwäsche – und ich gestehe, ich war irritiert. Bislang dachte ich, dass Haluter auch während der Drangwäsche keine Hassgefühle gegen andere hegen und nur den Kampf suchen, aber dennoch Leben schonen. Du schilderst ihn hier anders – wurde das intern diskutiert, wie eine Drangwäsche anzulegen ist?

Über Drangwäsche wurde in der Innensicht noch nie geschrieben, richtig (soweit ich es in Erfahrung bringen konnte). Also blieb es mir überlassen, die inneren Vorgänge ein wenig zu erklären. Vielleicht läuft eine Drangwäsche bei einem anderen Haluter völlig anders ab, wer weiß? Ein psychotischer Anfall verläuft bis auf gewisse Grundmuster auch von Person zu Person unterschiedlich. Der Vergleich ist gewagt, ich weiß. Aber eine Drangwäsche ist nun mal auch etwas, das mit der Persönlichkeit eines Haluters zu tun hat. Mit seinem Alter, seinen Erfahrungen, seinen Stärken und Schwächen. Haluter mögen Planhirne haben, die sie wie Maschinen handeln lassen. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Haluter in derselben Situation gleich reagieren würde.

An manchen Stellen musste ich bei Tolot an Bruce Banner und Hulk denken. Hast du dich davon inspirieren lassen? Und denkst du hatte damals KHS ähnliches im Sinn? (Hulk erschien zum ersten Mal 1962)

Nein, Bruce Banner hatte ich keine Sekunde lang im Kopf. Und bei Karl-Herbert Scheer kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass er Comics gelesen hat.

Tolot fliegt in einem Shift zurück zum Raumer … äh … das Ding ist zu klein, als dass Tolot da reinkäme. Wie sehr ärgert dich so ein Fehler?

Gar nicht. Wer sagt, dass das Shift nicht speziell für Tolot adaptiert worden war? – Ich zerbrech mir über so etwas keine Sekunde lang den Kopf. Klar, es macht als Leser Spaß, »Fehler« des Autors zu suchen und ihm unter die Nase zu reiben.

Womit wir übrigens nochmals bei Marvel-Comics wären: Es gab lange Zeit auf der Leserseite bei Marvel-Comics die Sache mit dem No-Prize. Leser haben Briefe an den Verlag geschickt, in denen sie den Machern Fehlern nachgewiesen haben. Gleichzeitig brachten sie selbst eine möglichst geschickte Erklärung, warum das ja gar kein Fehler war, sondern … (und dann folgte eine möglichst abstruse Erklärung, warum die Marvel-Leute eh recht hatten). Diese Leser haben dann einen No-Prize erhalten. So was hätt ich bei den PERRY-Lesern machmal auch recht gern. 🙂

https://en.wikipedia.org/wiki/Marvel_No-Prize

Na, dann eröffnen wir doch gleich mal einen Thread dazu im Galaktischen Forum … ‚
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=3&t=12123

Tolot entschließt sich, alle Rücksichtnahme gegenüber den Blues fallen zu lassen, weil er in ihnen erbarmungslose Mörder sieht. Wie vereinbart sich das mit der hochstehenden Moral der Haluter?

Es würde jetzt echt zu weit führen, eine Diskussion über halutische Moral zu führen. Vor allem gilt auch hier: Wir wissen über den Moralkodex der Haluter viel zu wenig. Der lässt sich auch nicht in einem Regelbuch festlegen. Am ehesten könnten Dir wohl Dr. Dr. Bre Tsinga und ihre Enkelin Anni K. Tsinga Auskunft geben.

Zitat: »Kein Roboter und auch nicht die Positronik der Space Jet hätte Tolot aufhalten können.«
Im ersten Reflex fällt mir ein Fesselfeld ein …

Siehe oben, mein Kommentar zum No-Prize. Liefere Du mir doch eine Erklärung dafür. Ich hätte eine, aber es wäre mir lieber, wenn Du mir die Arbeit abnehmen könntest.

Im Zyklus werden Kampfroboter inkonsistent geschildert. Mal sind sie unüberwindbar, dann wieder Kanonenfutter. Gibt es eine interne Vorgabe, wie mit Kampfrobotern umzugehen ist?

Nein. Und ich gestehe, dass das ein schwieriges, komplexes Thema ist, über das ich mir immer wieder Gedanken mache.

Meine Antwort ist: Bei mir können die Roboter immer das, was ich grad von ihnen brauche. Das ist inkonsistent, ja. Aber stell Dir mal vor: TARAS werden als quasi unschlagbare Killermaschinen gezeigt, mit undurchdringlichen Schutzschirmen, Metallummantelungen etc. Diese Dinger werden konstruiert, um unbesiegbar zu sein. Nun gäbe es sicherlich irrsinnig raffinierte Methoden, einen TARA dennoch zu überwinden. Diese Szene könnte ich konstruieren und dann über zwei Seiten hinweg vor den Lesern ausbreiten, so, dass 99 Prozent von ihnen zufrieden mit der Erklärung sind. Vielleicht könnte ich das drei-, viermal mit unterschiedlichen Lösungsansätzen durchziehen. Und dann? Soll ich wieder von vorne anfangen? Soll ich jedes Mal eine neue in sich geschlossene und logische Schilderung zu erfinden versuchen, warum der unbesiegbare TARA dennoch besiegt werden konnte? – Braucht es derartige Textstellen?
Meiner Ansicht nach nicht (immer). Da riskiere ich als Autor lieber ein paar Watschen/Ohrfeigen von aufmerksamen Lesern, die sich über meine vermeintlichen Nachlässigkeiten ärgern. Mein Job als Autor ist es, unterhaltsam zu schreiben. In Action-Szenen will ich Tempo machen, den Leser rasch und spannend durch die Handlung ziehen.

Offenbar hat jemand Terraner und Blues geklont, noch dazu prominente Terraner. Nachdem der Galaxientipp von einem Cairaner kam, unterstelle ich, es waren in der Tat die Cairaner. Wie sind die zu DNA-Proben von Riordan und Saedelaere gekommen?
Und vor allem … bei dem Aufwand, den die Cairaner betreiben – wieso ausgerechnet die Milchstraße?
(Und sag mir nicht jetzt, weil wir sonst einen anderen Zyklus schreiben hätten müssen 😉 )

 Nun, es gibt ja einen zweiten Band zu diesem Thema. Du kannst mich nächste Woche gerne nochmals zu diesem Thema befragen. Wobei ich jetzt schon sage, dass Du nicht auf alle Fragen eine zufriedenstellende Antwort erhalten wirst. Manches muss eben geheim bleiben.

Zitat: »Er würde sein Pflicht immer und jederzeit vor seine persönlichen Befindlichkeiten stellen.«
Wenn der Abgabeschluss kurz bevorsteht und es sich zeitlich gar nicht mehr ausgehen kann – was streichst du aus deinem Privatleben zuerst? Und was auf gar keinen Fall?

Das Familienleben hat vor allem bei dräuenden Abgabeterminen immer sehr gelitten. Das ist die bittere Wahrheit. Und auf was ich quasi nie verzichte, das ist der Fußball. Wenn ich keinem Ball hinterherlaufen kann, bin ich unerträglich. Die Corona-Zeiten sind diesbezüglich eine endlose Qual für mich. Ehrlich.

 Hier geht’s zum Ebook, zur Hör- und Leseprobe:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9783845360669/perry-rhodan-3066-drangwasche-von-michael-marcus-thurner-e-book-epub

Hier zum Heft:
https://perry-rhodan.net/shop/item/9999900005271/perry-rhodan-3066-drangwasche-von-michael-marcus-thurner-heft

Hier zur Handlungszusammenfassung in der Perrypedia:
https://www.perrypedia.de/wiki/Quelle:PR3066

Hier zur Diskussion im Galaktischen Forum:
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?f=4&t=12122

Im Gespräch mit Hermann Ritter über »Im Sphärenlabyrinth«, PRMS2, Band 4

Hermann Ritter
PERRY RHODAN
MISSION SOL 2, Band 4
Im Sphärenlabyrinth

Science-Fiction, Heftroman, Hörbuch und E-Book, Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt, 29. April 2020, 64 Seiten, € 2,50, Titelbild: Arndt Drechsler

 

Im vierten Band der Miniserie PERRY RHODAN MISSION SOL lässt Hermann Ritter Rhodans Sohn Roi Danton seine Vergangenheit treffen: Konfrontiert mit Schiffen einer Terminalen Kolonne begegnet Roi Lebewesen, die umgebildet, verstümmelt und verbraucht werden, so wie es ihm selbst einst geschah. Ziel ist ein Raumsektor, in dem sich Schnittstellen verschiedener Universen begegnen, und in dem man sich erst einmal zurechtfinden muss.

Alexandra Trinley: Das Titelbild zeigt Kugeln und ein Raumschiff. Was ist hier abgebildet? Im Gespräch mit Hermann Ritter über »Im Sphärenlabyrinth«, PRMS2, Band 4 weiterlesen

Das Live-Video-Interview mit Uschi Zietsch und Christoph Dittert

Anlässlich des ersten gemeinsamen PR-Vierteilers 3062-3065 interviewte Roman Schleifer die beiden PR-Autoren Uschi Zietsch und Christoph Dittert. Dabei verraten Sie, wie eine Kaffeemaschine den Zyklusausgang beeinflusst und wie es im Dyoversum weitergeht.

Alexandra Trinley – eine Frau auf der Spur der PR-Miniserien

Seit der PR-Miniserie TERMINUS hält Alexandra Trinley den Autoren der jeweilge Hefte das virtuelle Mikrofon unter dir Nase. Anlässlich der PR-Miniserie Mission SOL 2 drehe ich den Spieß um.

Ritter des Chaos

Alexandra, du führst regelmäßig Interviewreihen zu den PERRY RHODAN-Miniserien durch. Wo veröffentlichst du die Interviews?

Die regelmäßigen Interviews zu den Einzelheften erscheinen parallel auf proc.org und geisterspiegel.de. Manche finden sich zusätzlich in den BWA (Baden-Württemberg Aktuell) der SFCBW und ins Paradise des TCE wieder. Dazu kommen einzelne Interviews in der SOL und im Corona Magazine.

Wie bist du zum Corona Magazine gekommen?

Indirekt begann das bei Herbert Keßel von der PRFZ. Als ich so um die Ausgabe 72 herum bei der SOL anfing, redeten wir über mögliche Beiträge und kamen auf Interviews, in denen RHODAN-Autoren über ihre sonstigen Tätigkeiten berichten. Herbert schlug vor, mit Uwe Anton zu beginnen.

Gesagt, getan, ich schrieb Uwe an, wir telefonierten, planten ein bisschen. Stephen King und Philip K. Dick kannte ich damals kaum. Mit dabei war sein Hinweis, dass er im Corona Magazine die Comic-Kolumne schreibt. Ich lud mir eins dieser E-Books runter und staunte über das viele Star Trek und Star Wars und was es nicht alles gab. So viele Themen, und zwischendrin Uwes Comic-Kolumne zu Comics, von denen ich nie im Leben etwas gehört hatte.

War damals nicht ein Interview mit Uwe Anton in der SOL?

Für die Ausgabe 92 haben wir es fertiggemacht.

Das war aber keine Antwort auf die Frage, wie du zum Corona Magazine kamst.

Der Auslöser war Joe Kutzner vom TCE. Einige Abende später entstand zwischen uns eine Mail-Diskussion. Er fand etwas blöd, was ich tat. Es ging um einen Publikationsort, den er nicht mochte. Wir diskutierten hin und her, und schließlich schrieb ich: »Was hältst du vom Corona Magazine?« Er fand das besser. Ei, und während unsere Diskussion weiterlief, packte ich zwei frisch geschriebene Rezensionen in einen Anhang und schickte sie hin. Am nächsten Vormittag meldete sich Jennifer Michels, die damals gemeinsam mit Mike Hillenbrand das Magazin herausgab. Sie fand die Texte gut und wollte PERRY RHODAN im Corona Magazine. Aber der typische Leser des Magazins ist Trekkie und hat von PERRY keine Ahnung. Sie meinte, ich muss eine Kolumne schreiben, die bei den Basics ansetzt.

Wie habt ihr das aufgezogen?

Gute Frage. Wir telefonierten und dachten nach. Ich schlug vor, Uwe zu fragen, weil wir eh gerade wegen des SOL-Interviews geredet hatten und er fürs Corona Magazine schreibt. Uwe war aber auch erst mal eher ratlos, wie man die komplexe Materie für Außenstehende herunterbrechen könnte. Er steckt ja voll in der Serie drin. Also fragten wir Klaus Frick. Der reagierte ebenfalls skeptisch, gab mir aber ein paar gute Tipps.

Das Einfache war die große Herausforderung. Hey, ich habe Sprach- und Literaturwissenschaft studiert, unterrichte seit Jahrzehnten in der gymnasialen Oberstufe, und plötzlich sollte ich etwas schreiben, dass topaktuell und vor allem unterhaltsam sein sollte, in einer monatlich erscheinenden Publikation. Ich und Infotainment! »To boldly go« und so weiter!

Ganz verwirrend: Als Uwe und Klaus meine erste Kolumne gegenlasen, waren ihre Anmerkungen einander entgegengesetzt. Was der eine mochte, sollte ich nach dem anderen besser rausnehmen.

Und die Sache mit der Aktualität blieb problematisch. Ich war gerade nach jahrzehntelanger Lesepause wieder in eine regelmäßige Lektüre der EA eingestiegen, worüber ich Jennifer gegenüber allerdings tunlichst schwieg, und ich sollte die Kolumne so schreiben, dass sie die Hefte abdeckte, die zum Zeitpunkt des Erscheinens am Kiosk auslagen. Die sind aber geheim. Jennifer löste das Problem, indem sie Autorenbeiträge zu allgemein aktuellen Themen als Aufhänger vorschlug und die Aufteilung mit den Titelbildern als optische Markierungen. Das prägte lange Zeit meinen Stil und auch meine Sicht auf die Serie.

Das war also der Vorläufer deiner Interviews.

Ja. Die Autorenbeiträge blieben innerhalb meiner Kolumne zu unsichtbar, und als Björn Sülter Chefredakteur wurde, habe ich ein paar Sachen umgebaut. Inzwischen kannte ich mich auch deutlich besser in der Serie aus. Da habe ich die Interviews ausgekoppelt, und auch mit den Reihen zu den Miniserien angefangen.

Du hast die Miniserien gelesen, ihre Autoren interviewt – welche Unterschiede gibt es bei den Serien, die sich auch in den Interviews widerspiegeln?

Viele. Für »Blicke auf OLYMP« habe ich einen Aufsatz über die Gesamtheit der in Heftform erschienenen Miniserien geschrieben. Den Schwerpunkt habe ich auf die Formeigenheiten und die Motivgeschichte gelegt, und auf die Verzahnung mit der Hauptserie. Das sind sieben A4-Seiten.

Die Unterschiede im Interviewablauf sind schwer festzumachen, weil ich mich ja auch entwickelt habe. TERMINUS hatte viel technischen Hintergrund, und da hatte ich jenes Interview mit dem Lektor, das wohl bei jeder Miniserie gleich ausfallen würde. Man merkt, dass Uwe seine Leute »betüttelt« und umsorgt, dass Uschi mit ziemlichem Zug durchgeht und Kai niemanden »an der Leine hält«, soweit ich das überblicke.

Interviews zu Heften sind immer ein Balanceakt – einerseits will man Leser, die den Roman noch lesen wollen, nicht spoilern, andererseits will man den Lesern, die den Roman bereits gelesen haben, Hintergrundinfos liefern. Wie meisterst du diesen Spagat?

Ha ha, jetzt haben wir ein gemeinsames Thema. Als Ziel visiere ich grundsätzlich an, dass das Interview unterhaltsam klingt und den Zugang zur Geschichte erleichtert. Wenn die Interviews bald nach dem Roman erscheinen, belasse ich es dabei, frage dann lieber nach den sonstigen Tätigkeiten des Autors oder so.

Bizarrerweise hilft Unwissenheit. Wenn ich nur das erste Drittel des Romans gelesen habe, stellt sich das Spoilerproblem gar nicht. Oder ich werte die Ankündigung auf der Verlagsseite aus. Bei MISSION SOL 1 habe ich wiederum bewusst alles gelesen und mir Zeit gelassen. Bei MISSION SOL 2 frage ich viel nach den Titelbildern und dem Personenkasten, und nach den Hintergründen in der Hauptserie, auch wenn ich alles gelesen habe.

Es gibt »Gespräche über TERMINUS. Hintergründe zu einer PERRY RHODAN Miniserie« samt Zusatzmaterial als E-Book bei PROC und in Printform bei der PRFZ. »Mission Evolux« ist als E-Book bei PROC unter https://www.proc.org/fan-publikationen/gespraeche-ueber/ erschienen. Wo bleibt OLYMP?

»Blicke auf OLYMP« erscheint in der ersten Junihälfte beim TCE und kann dort bestellt werden. Es ist ein reiner Print – ein E-Book ist nicht angedacht – und enthält unter anderem Dietmar Schmidts Fortsetzung zu Band 4, in der er die Geschichte des jungen Mehandor Raslon fertigerzählt.

Diesmal gibt es weniger Zusatzmaterial?

Weniger buntes Zusatzmaterial. Wir haben nur 30 Farbseiten und 38 Seiten in Schwarzweiß. Dadurch kostet die Publikation nur € 8,50. Aber es gibt viele Graphiken von Raimund Peter, Mathias Rolfs, Gregor Sedlag und Stefan Wepil, plus ein paar Artikel und Werkstattberichte.

Lass die Interviews der einzelnen Miniserien Revue passieren – welche lustigen Hintergrundgeschichten gibt es zu den Interviews?

Bei MISSION SOL 1 war das Witzigste das Abschlussinterview. Ich erinnerte Kai daran, und er hatte erst mal keine Idee, worüber wir noch reden könnten. Ich auch nicht. Daraus wurde ein sehr langes Interview, in dem wir so richtig ins Spielen kamen. Auf Facebook schrieb ich, dass Kai ziemlich viel erzählt hat, aber leider nicht mehr. Das bekam einen lakonischen Kommentar von Klaus Frick, dass er das gut fand. Das war sehr lustig.

Ansonsten gibt es natürlich jede Menge witziger Situationen. Die sind aber meistens ein bisschen privat oder klingen komisch, wenn man sie aus dem Zusammenhang nimmt. Von Uwe und Uschi kann man gut lernen, wie man mit der Wirklichkeit umgehen muss, um eine gute Show zu liefern. Aber das klingt auch schon wieder missverständlich.

Such uns doch für jede Miniserie eine typische Frage-Antwort-Kombination heraus. Bei TERMINUS?

Da muss ich in unserer Publikation nachgucken … oh, das Heft sieht wirklich klasse aus! Kann man im Space Shop der PRFZ bestellen, übrigens. »Typische« Kombinationen sehe ich aber nicht, weil jeder Befragte seine eigene Geschichte erzählt. Die Gesamtheit der Aussagen ist das Aufschlussreiche.

Bei TERMINUS hat mich vor allem das Gespräch mit Peter Dachgruber beeindruckt. Ein Religionslehrer. Ich fragte, was er als technischer Berater von TERMINUS und STARDUST so gemacht hat. Bei NEO ist er ja auch. Seine Antwort: »Alles, was mit Technik, Physik, Astronomie, Biologie und im Perryversum mit Hypertechnik und Hyperphysik zu tun hat. Von mir stammen die Datenblätter zu Raumschiffen, Robotern, Rangabzeichen, mit denen die Expokraten und Autoren arbeiten.«

Das ist insofern typisch, als es bei TERMINUS so viel Vorarbeiten und Hintergrundarbeiten gab. Über die Serie selbst erzählen andere mehr, Uwe und du zum Beispiel. Das ist bereichernd, wenn man sich für Menschliches interessiert.

Bei OLYMP?

Da nenne ich den Anfang, wegen der Aufbruchsstimmung. Wegen der Art der Expokratin, sich zu konzentrieren. Ich fragte, worum es in der Miniserie geht. Uschis Antwort lautete: »Der erste Band heißt ›Mysterium‹ und der Untertitel lautet ›Intrigen auf der Handelswelt – ein alter Planet wird zum Konfliktherd‹. Auf Olymp steht nicht mehr alles zum Besten, seit der Argyris Beryn Mogaw vor über zwanzig Jahren die Macht an sich gerissen hat. Er spaltet das stolze Volk der Freihändler und verstößt gegen viele Grundsätze. Mit dem alten Planeten ist die Museumswelt Shoraz gemeint, auf der seit fünfzig Jahren die Völker der Liga Freier Galaktiker friedlich forschen.«

MISSION SOL 1?

Da hat mich das Gespräch mit Marc A. Herren am meisten beeindruckt. Er war lange außer Sichtweite gewesen, hat einen Sozialberuf angenommen, und wir haben über eine Menge verschiedener Themen geredet. Ich fragte ihn zum Titelbild: »Kommen wir zu deiner Hauptfigur, die auf dem Titelbild ein wenig an Darkwing Duck erinnert. War das deine Idee?«

Marcs Antwort war: »Nein, Darkwing Duck hat nicht als Inspirationsquelle Pate gestanden. Dafür verschiedene Batman-Titelbilder. Ich wollte unbedingt Alaska auf dem Cover haben, aber nicht so, dass man ihn eindeutig erkennt. Dies habe ich über Umweg über die Redaktion an Dirk Schulz gesteckt und er hat meine Ideen wunderbar umgesetzt.«

Oder Kai. Ich fragte statt des Expokraten Hirdt den Comictexter und -planer: »Wenn’s dir recht ist, sage ich dir Stichworte und du beschreibst, welches Bild dir dazu einfällt. Ja?«
Kai: »Okay …«
Ich: »Mahlia mit Sherlock Holmes-Mütze.«
Kai: »Mahlia mit entsetzter Miene, als sie in Band 12 die Obduktionsergebnisse betrachtet.«
Ich: »Varantirs Bewegung beim Erreichen des Konferenztisches.«
Kai: »Eine Perspektive über seine Schulter, wie er auf Perry Rhodan hinabblickt. Perry muss den Kopf in den Nacken legen, um zu ihm aufzusehen.«
Ich: »Perrys Gesicht, während Varantir an ihm vorbeitrabt.«
Kai: »Gequältes Lächeln und verdrehte Augen.«
Ich: »Die Entartung des Raums.«
Kai: »Raumschiffe, Planeten, Raumstationen, aber alles verzogen wie in einem Zerrspiegel.«
Ich: »Kennst du Standbilder? Die verwenden wir in der Schule, die Leute sollen sich so zueinander stellen, dass sie das Verhältnis von Protagonisten zueinander ausdrücken. Hochstatus, Tiefstatus und so Zeug. Ein Standbild von Mahlia Meyun und Fee Kellind.«
Kai: »Mahlia im Vordergrund, Kellind weit entfernt, etwas erhöht, wendet ihr den Rücken zu.
Ich: »Noch ein Standbild. Roi Danton und sein Vater.«
Kai: »Frontal zueinander ausgerichtet, auf einer mittleren Distanz.«
Und so weiter.

Und MISSION SOL 2?

Da verweise ich auf die aktuell erscheinende Reihe. Hermann Ritter war anderweitig beschäftigt, Band 4 ist dran. Seine Kurzantworten sind eine echte Herausforderung. Einmal fragte ich: »Das Titelbild zeigt Kugeln und ein Raumschiff. Was ist hier abgebildet?«

Hermann hat geantwortet: »Das Sphärenlabyrinth … ehrlich, das ist das Innere des eigenartigen Raumes, in dem sich ›die Truppe‹ mehr oder weniger verirrt.«

Wie sieht »Blicke auf OLYMP« denn im Innenteil aus?

Ich zeige dir das Inhaltsverzeichnis. Wie gesagt, 30 von 68 Seiten sind in Farbe.

Das sieht toll aus. Wer hat layoutet?

Alle drei Publikationen der Reihe hat René Spreer layoutet, Wir machen auch den Newsletter der PRFZ zusammen. Womit ich den zweimonatlich erscheinenden Newsletter meine, den Mitglieder der PRFZ für den läppischen Mitgliedsbeitrag von € 34 im Jahr auf der Website der PRFZ ohne Mehrkosten abonnieren können, zusätzlich zu den vier jährlichen Ausgaben der SOL, die sie nach der Anmeldung bei der PRFZ automatisch erhalten, den Mitgliederpreisen im Space Shop und so weiter.

Wir haben ein gutes Gleichgewicht. Ich rede und schreibe, René korrigiert und setzt. Wobei er auch einen guten Stil schreibt. Aber Layouter ähneln wohl oft den Graphikern in ihren Textbeiträgen, das neigt alles zur Kürze und zum Nötigen. Man braucht bei dieser Art von Zusammenarbeit ein Gleichgewicht.

Danke für deine Zeit.
Danke für die Fragen.

»Gespräche über TERMINUS« und »Mission Evolux« https://www.proc.org/fan-publikationen/gespraeche-ueber/

Space Shop der PRFZ http://www.prfz.de/shop-publikationen.html

»Blicke auf OLYMP« ist ab Mitte Juni bestellbar im TCE-Shop auf:
www.terranischer-club-eden.com
oder per E-Mail an
tceorder@terranischer-club-eden.com
oder per Post an:
Kurt Kobler, Feuerwerkerstr. 44, 46238 Bottrop

Website des Corona Magazine
http://corona-magazin.de

Etwas für die Ohren

Radio Freies Ertrus – der PR-Podcast

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Einmal im Monat plaudern Alex, der alte Perry-Hase, und Neuleser Christoph ein wenig über die aktuelle Erstauflage von Perry Rhodan und was sonst so möglicherweise noch anliegt. Musikalisch umrahmt von „Otho & Grag“ (Intro) und „meto1“ (Outro) geben wir unsere, völlig subjektive, Sicht der Dinge wieder.

Hört mal rein, es lohnt sich.

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Die Perry Rhodan Online Gemeinschaft